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Serve to be great

Führung ist Service. 

 

Das sagt Matt Tenny, der Autor des Buches "Serve to be great". 

In seinem jugendlichen Leichtsinn veruntreute er bei der Marine knapp 3 Millionen Dollar um sein Traum der finanziellen Freiheit zu verwirklichen. Und landete dafür 6 Jahre im Knast.

 

Es war wohl der sinnvollste Gefängnisaufenthalt aller Zeiten. 

Matt nutze die Zeit sich wirklich mit sich auseinander zu setzen. Er las unzählige Bücher über Achtsamkeit. Er schaffte es, in der Gegenwart glücklich zu sein, ohne ständig mit der Vergangenheit und Zukunft zu vergleichen. Er lebte im Gefängnis praktisch wie ein Mönch, nur unter schlechtere Bedingungen. Weil er mit sich im Reinen war, konnte er Mit-Insassen sogar helfen, Widerstand, Hass und Aggression aufzulösen und Schmerz zu lindern, durch Achtsamkeit.

 

So entstand seine Mission, andere Menschen zu helfen. 

Servant Leadership

Nach seiner Entlassung war für ihn klar: er kümmert sich vor allem um andere Menschen. Er entwickelte sich zu einem  servant Leader (dienenden Führer). 

 

In einer Schule half er sozial benachteiligte Kinder dabei eine zweite Sprache zu lernen und merkte schnell: es geht nicht um die Sprache, die Kinder brauchen Liebe! Er begleitete ehemalige Straftäter bei der Resozialisierung und engagiert sich für die Non-Profit-Organisation Kids kicking Cancer. 

 

Er ist sicher: wer selbst nicht leidet, will nur das Beste für andere.

 

Ein Unternehmen kann nur erfolgreich sein, wenn es einen Sinn für andere stiftet, sowohl für die Kunden als auch für die Mitarbeiter. Denn Menschen folgen einen Leader, wenn sie wissen, dass der Leader sich um ihnen kümmert. Das Schöne daran: dafür braucht es keinen Titel.

 

Das sagte auch schon Dr. Martin Luther King:

"Everybody can be great, because anyone can serve.

In der Praxis

Servant leadership wirkt sich positiv auf die wesentliche Erfolgsfaktoren im Unternehmen aus! 

  • Talente
  • Innovation
  • Kundenservice
  • Marketing 

Wer den Tag startet mit der Frage: "Was kann ich heute Gutes für meine Teammitglieder tun?" implimentiert servant Leadership als Gewohnheit in sein Leben. Wer seine Mitarbeiter*Innen ermächtigt kleine und große Entscheidungen zu treffen entwickelt sie und sich zu servant leader.  Und wer neben der Produktivität auch noch das Glück in seinem Unternehmen misst, ist auf dem guten Weg. Der König von Bhutan geht mit gutem Beispiel voran: er misst das Bruttonationalglück seiner Bevölkerung.

 

Dieses Buch liefert unzählige Beispiele und Ideen, wie man servant Leadership im eigenen Betrieb umsetzen kann und zwar mit ganz kleinem Budget! Einige davon habe ich in meinem Workshop "Mitarbeiter motivieren und ein Service-Feuerwerk zünden" eingebaut.  

Fazit

Dieses Buch ist ein Must-Read für alle die service-orientiert führen wollen!

 

In Wikipedia fand ich folgende Zitate zum Thema "servant Leadership" aus der deutschen Wirtschaft:

  • Ex-Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger: „In einem Dienstleistungsunternehmen muss Führung eine ausgeprägt dienende Komponente haben und nicht als Positionsmacht gelebt werden. […] Offensichtlich habe ich das nicht hingekriegt.“
  • Benediktinermönch und Managementberater Anselm Grün: „Unterwürfig, zögernd, zaghaft: Der Begriff der Demut ist in der Wirtschaft verloren gegangen, weil er negativ besetzt ist. Dabei ist die Demut gerade eine der Tugenden, die Führungskräfte am meisten brauchen. Denn führen heißt: dienen“.

In unserer Branche gibt es für mich zwei sehr inspirierende servant leaders:

  • Klaus Kobjoll, der sein Hotel Schindlerhof als "Unternehmerswerkstatt" bezeichnet und
  • Bodo Jansen von Upstallsboom, der mit seinen Azubis den Kilimandscharo besteigt

Für mehr glückliche Mitarbeiter und mehr glückliche Gäste!

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