Wie verliebt sind deine Mitarbeiter?

Customers will never love a company until the employees love it first.

(Gäste werden niemals eine Firma lieben, bis die Mitarbeiter diese Firma lieben.)

 

OK, ich hab's geklaut von Simon Sinek, und bin überzeugt: er hat recht! 

Ein Schwank aus meiner Jugend

Im Intercontinental in Wien räumte ich kurz vor der Neu-Eröffnung dreimal die neuen Kaffeetassen vom einen ins andere Regal, jedes Mal bekam ich Anweisungen von einem anderen Chef. Das Trinkgeld musste ich komplett abgeben, der Bar-Chef verteilte es "gerecht". Alle Überstunden waren inklusive, wir bekamen ja Umsatzprovision.

 

Im Ramada-Parkhotel in München war ich alleine in der Bankettabteilung und verantwortlich dafür, dass die Räume gestellt und eingedeckt waren. Aber nicht lange: In 8 Wochen arbeitete ich 480 Stunden und war kaputt vom Schleppen. 

 

Und auf der MS Columbus Caravelle fühlte ich mich als Mensch 2. Klasse: Unsere Kabinen lagen weit unter Deck und es stank nach Maschinenöl. Wir arbeiteten 7 Tage die Woche, ausschließlich in Teildienst (Frühstücks-, Mittags- und Abendservice). Manchmal durften wir zusammen mit den Gästen von Bord, aber immer als Letzten. Und auch beim Live-Boat-Drill: erst die Mütter mit Kinder, dann die Männer und wir Mitarbeiter*Innen ganz am Schluss.

 

Von großer Liebe kann da wahrlich nicht die Rede sein. Das haben die Gäste bestimmt gespürt. 

 

Mövenpick und Hotel Bayerischer Hof in München schnitten besser ab: Dort kümmerte sich der Chef wenigstens regelmäßig persönlich. Dennoch: im Hotel Bayerischer Hof mussten wir im Service wadenlange schwarze Röcke, gestärkte weiße Servierschürzchen und Nylon-Strümpfe tragen. Mit geschlossenen Schuhen bitte schön, auch bei 35 °C Hitze. Ich habe es gehasst! 

 

OK, ist alles schon einige Jahre her. Aber trotzdem: Wer wundert sich da heute über den Fachkräftemangel?

Mitarbeiter glücklich machen

Bei Käfer lernte ich: Wer will, dass Mitarbeiter*Innen die Gäste glücklich machen, behandelt sie so wie Gäste, vielleicht sogar noch besser. Und noch später, im eigenen Unternehmen, als Franchise-Nehmerin bei Coffee Fellows erlebte ich:

  • wer Vertrauen säht, wird Vertrauen ernten
  • Fehlerkultur, Erfolge feiern und Ideenparties fördern die Innovation
  • Transparente Zahlen machen Mitarbeiter*Innen zu Mit-Unternehmer*Innen
  • für Wachstum im Unternehmen müssen Mitarbeiter*Innen und Unternehmer sich ständig weiterentwickeln. 

Als Chefin habe ich bestimmt nicht alles richtig gemacht.

Heute würde ich immer noch einiges anders - besser machen!

Der roter Teppich für deine Mitarbeiter

Wir Gastronomen wissen ganz genau, wie wir Gäste glücklich machen: Wir rollen den roten Teppich für sie aus.

 

Aber intern herrscht häufig immer noch eine Service-Wüste. Und ja, die Generationen Y & Z haben ganz andere Ansprüche. Das können wir mögen oder nicht.  Wir haben die Wahl. Und unsere Mitarbeiter*Innen auch. Allerdings sitzen sie inzwischen am längeren Hebel. 

 

Führung ist kein Privileg, Führung ist Service!

Wie rot ist der Teppich für deine Mitarbeiter*Innen?

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