"Nachts hörte ich immer die Kühe weinen"

„Mit welcher Milch darf ich Deinen Cappuccino machen?“, fragte mich Rebella, die Gastgeberin des veganen Cafés Rebella Bex, als ich mir, nach dem Gemüse-Wrap mit Wildkräuterpesto, noch einen Cappuccino bestellte. Wow, was für ein Service!

 

Ein schnuckeliges Café zum Wohlfühlen. Neben veganen selbstgemachte Speisen, gibt es hausgemachte Limonaden und Eistees. Mmmmh. Und wer will, kann sich vor oder nach dem Essen zum Yoga-Kurs anmelden.

Die Lieblingsgäste

Eine Idee am Puls der Zeit.

 

Ganz klar wer hier hin geht: die "etwas anderen", die den Status Quo nicht anerkennen. Oder jene, die nicht vegan essen, weil es gerade "in" ist, sondern weil sie glauben, was seit Jahrhunderten so war, müsse noch lange nicht gut sein. Menschen, die nach einem harten Arbeitstag etwas Gutes für Körper und Geist tun wollen.

 

Es braucht viel Mut, sich so klar zu positionieren.

Doch dieser Mut lohnt sich. Es kommen Gäste, die glauben was Rebella glaubt. Sie lebt ihren Traum und hat nichts mit der eierlegenden Wollmilchsau am Hut. 

Rebella Bex Café - Buddha Bowl
Rebella Bex Café
Rebella Bex Café - Energy Food & Move

"Nachts hörte ich immer die Kühe weinen"

Rebella erzählte mir, dass sie auf dem Land aufwuchs und nachts immer die Kühe weinen hörte. Sie ging der Sache nach und fand heraus, dass die Kühe traurig waren, weil ihnen die Kälber gleich nach der Geburt weggenommen wurden. Damit sie mehr Milch gäben und "produktiver" seien! Niemand will genau wissen, was mit den Kälbern passiert.

 

Rebella stellte in Frage, ob es richtig ist, dass wir tote Tiere essen und subventionierte Kuhmilch trinken damit wir groß und stark werden. Irgendwann entschied sie sich für ein veganes Leben. Ein Lebensstil, den sie gerne unter die Leute bringen würde.

 

So entstand Ihr veganes Café.  

Die Qual der Wahl

Die Frage, mit welcher Milch sie meinen Cappuccino machen darf, hat mich gleichzeitig verblüfft und verwirrt.

 

Zum guten Service gehört auch eine ordentliche Auswahl. In so einem veganen Café habe ich gar nicht mit so einer großen Auswahl an Milch gerechnet. Ich war verblüfft. Positiv überrascht.

 

Doch ich wusste nicht, welche verschiedenen Sorten es gibt und antwortete verunsichert: „Ach, mit normaler Milch bitte!" Aber klar, Kuhmilch gibt es in einem veganen Café natürlich nicht.

Also fragte ich sie etwas verwirrt: „Was habt ihr denn?"

 

Rebella zählte auf: „Soja-, Reis-, Mandel-, Hafer-, Dinkel- oder Kokosmilch.“

Und jetzt war sie da, die Qual der Wahl.

 

Charmant rettete Sie mich mit der Frage: „Soll ich Dir einen Mix machen?"  

Fitness Vollkorn Bagel
Coffee Fellows - Feel at home
Coffee Fellows Cappuccino

Die richtige Frage zum richtigen Zeitpunkt

In welcher Größe? Auf welchem Brot? Mit welcher Milch?

Diese offenen Fragen setzen voraus, dass der Gast weiß was es gibt. Wenn er es wüsste, würde er es sagen. Doch wenn er das nicht weiß, dann antwortet er meistens verwirrt: „Normal bitte".

 

Mein Tipp:

Stelle lieber eine Alternativ-Frage. Damit hilfst Du dem Gast, schnell eine Entscheidung zu treffen:

 

„Mit welcher Milch, Hafer- oder lieber Haselnuss ?"

Das Wörtchen "lieber" verstärkt die Frage. Du könntest noch hinzufügen: „Das ist mein Favorit!" Wetten, dass 95 % der Gäste sich für deinen Favoriten entscheiden?

 

„In welcher Größe, klein oder normal?"

Oder noch einfacher: „Klein oder normal?“ Die meisten Gäste werden sich für "normal" entscheiden. Wenn Du fragst: „Klein oder groß?“, nehmen die meisten Gäste klein. Und wenn Du fragst: „Normal oder groß?“, nehmen die meisten Gäste normal. Da bleibt vielleicht noch Platz für eine kleine Vor- oder Nachspeise?

 

„Auf Vollkorn- oder lieber Sesambrot?"

Selbst wenn es noch 6 weitere Sorten - Brot, Milch oder was auch immer - gibt, musst Du diese nicht alle aufzählen. Die meisten Gäste merken sich nur die erste und die letzte Sorte. Zwei, maximal drei Alternativen reichen, am besten die, die Du am liebsten magst.

 

„Darf ich ...?"

ist eine sehr übliche Frage. Ehrlich gesagt finde ich diese Frage immer ein bisschen distanziert. Wärmer und herzlicher finde ich: „Möchtest Du ...?" oder

 

„Möchtest Du Deinen Cappuccino mit Hafer- oder lieber mit Haselnuss- Milch?"  

12 ultimative Service Tools

„Richtig fragen" ist eines von 12 ultimativen Service Tools. Diese habe ich für Gastgeber, die im Service sind, um Gäste glücklich zu machen, entwickelt.

 

Willst Du mehr davon? Kannst Du gerne haben.

 

Übrigens, die Service Tools gibt es als als Playshop oder als Coaching-Programm per Email. Wähle gleich eines der 12 Kapitel zum Probelesen aus.  

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Auf zu einem Service Paradies!

 

Herzlichst

Deine Edith Roebers

Service Expertin